Appenzell in der Schweiz

Wenn ich an die Schweiz denke, dann fällt mir sofort Schweizer Schokolade und Schweizer Käse ein. Ich denke an Bergseen, die Alpen, eine deftige Brotzeit und Wanderwege, die bergauf und bergab führen. Ich denke an Muskelkater, an eine unglaubliche Gastfreundschaft, an eines der besten Biere die ich je getrunken habe, sowie an eine unfassbare Ruhe. 

 

Ausgangspunkt unserer Reise war das Hotel Alpenblick in Schwende bei Appenzell auf 850 m.ü.M. Ein kleines, familiengeführtes Hotel mit einer hervorragenden Küche. Regula und Michael Streule-Fässler haben keine Mühen gescheut um uns den Urlaub so angenehm wie möglich zu gestalten. Es blieb kein Wunsch offen und in den großzügigen Zimmer haben wir es uns jeden Abend mit einem Appenzell Brauquöll gemütlich gemacht. Mit besten Blick auf die Gleitschirme, welche auf der anderen Seite gen Boden segelten. Morgens wurden wir von Kuhglocken geweckt und  nach einer reichhaltigen Stärkung ging es für uns direkt ins Abenteuer.

Der Kronberg

Von Michael wurden wir mit vielem Empfehlungen für die Region, mehreren Wanderkarten und einer Appenzeller Ferienkarte ausgestattet. Mit letzterer konnten wir den gesamten Nahverkehr kostenfrei nutzen und mussten lediglich für Jack eine Karte lösen. Viele Seilbahnen und Eintritte sind ebenfalls kostenlos. Das Schwendetal gehört zu den bestausgebautesten Bergwandergebieten der Schweiz.

(Die Karte erhält man in allen teilnehmenden Hotels ab drei Nächte und ist im Übernachtungspreis enthalten)

 

Ganz bequem ging es mit dem Zug nach Jakobsbad und dann mit der Luftseilbahn hoch zum Kronberg. Jack hat das total super gemeistert und sich direkt in der Kabine in eine Ecke verkrümelt und die kurze Fahrt zum schlafen genutzt. Auch für die Luftseilbahn musste ich lediglich ein Ticket für Jack lösen. Zwei Fahrten sind pro Ferienkarte kostenfrei enthalten.

 

Oben angekommen war der Blick über die Berge und das Tal einfach fantastisch. Vom Kronberg ging es über Scheidegg immer Richtung Weissbad zurück bis nach Schwende. Die gesamte Strecke war "nur" 12 km lang, jedoch war das stetige Auf und Ab besonders kräftezehrend. Die Schneefelder waren dabei besonders zeitraubend. Die Wegbeschreibung ist wirklich super und ein Verlaufen fast unmöglich. Die Tour zurück zum Hotel ist beliebig erweiterbar, allerdings ist bis Juni/Juli noch mit Schnee auf dem Berg zu rechnen und einige Passagen können schwer passierbar sein. Unsere Route war wirklich abwechslungsreich. Erst über den Bergkamm dann über Wiesen und zum Schluss durch ein kleines Waldgebiet. Eine absolute Empfehlung!

 


Der Barfußwanderweg

Von Jakobsbad nach Gontenbad

Eine leichte Wanderung - perfekt zum regenerieren. Auf knapp 6 km geht es ohne Steigung über verschiedene Untergründe von Jakobsbad nach Gontenbad. Es geht über Wiesen, Asphalt, über einen Golfplatz und an zwei Füßbädern vorbei. Der Weg endet direkt an der Bahn in Gontenbad. Bevor es wieder heimwärts geht, kann man sich ganz bequem die Füße waschen. Nach knapp 2 km kommt auch eine größere Wiese wo keine Leinenpflicht besteht und Jack konnte mehrere Runden flitzen. Nur wenige hundert Meter später haben wir auch eine kleine Appenzeller Dame getroffen. Im gesamten Urlaub haben wir bestimmt fünf oder sechs Appenzeller getroffen. Alle mit der selben Aufgabe - Haus & Hof bewachen und "Fremde" melden. Nichts anderes macht Jack auch bei uns zuhause. Nur haben wir leider keine Berge - dafür aber die wunderschöne ebene Lüneburger Heide.


Rund um die Ebenalp

Nach zwei längeren Wanderungen machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Leichter Nieselregen und dicke Wolken hingen in den Bergen fest. Wir haben den Tag für eine Shoppingtour in Appenzell genutzt. Dort deckten wir uns mit neuen Wandersnacks ein. So waren wir in der Brauerei Locher und im bischof berger Spezialitäten Haus, wo es, ganz nebenbei erwähnt, die besten Appenzeller Bärli Biber gibt. 

 

Nachmittags ging es mit mit der Bahn eine Station nach Wasserauen und mit der Luftseilbahn hoch zur Ebenalp. 723 Höhenmeter in sechs Minuten, leider immernoch bei schlechtem Wetter. Dennoch sind wir knapp 2 km umher gelaufen um dann pitschnass aber glücklich wieder zurück zum Hotel zu fahren. Bei schönen Wetter starten von hier übrigens im Minutentakt Gleitschirmflieger. Von der Ebenalp kann man auch recht zügig zum Äscher wandern. Der Seealpsee ist auch nicht weit. Alles Ziele für unseren nächsten Besuch : - )


Winterthur - Die Challenge

Der Hauptgrund unserer Reise in die Schweiz. Der 21. Winterthur Halbmarathon. Eigentlich war der Lauf in Tromsö geplant aber Winterthur hat auch seine Reize. Der Lauf war super organisiert mit vielen vielen Läufern ohne jedoch zu voll zu sein. Die vers. Startgruppen haben sich perfekt ergänzt und insgesamt war es ein sehr schöner Lauf. Es ging einmal um den Eschenberg herum. Eine abwechslungsreiche Strecke - dank Regen etwas glitschig aber durchaus machbar. Ein Mix aus Trail und Straßenlauf. Für meinen Herzmann war es der erste Halbmarathon und ich bin ganz furchtbar stolz auf seine Leistung! Er hat seine Wunschzielzeit nur ganz knapp verpasst. Jack hat die vielen Menschen tapfer gemeistert und war überwiegend entspannt. 


Hoher Kasten

Ein 360 Grad Gipfel Erlebnis auf 1791 m.ü.M. Auf dem Europa Rundweg erfährt man allerlei Wissenswerte über die Region, die Alpen, über Flora und Fauna. Im Drehrestaurant kann man das Panorama besonders intensiv genießen. Von hier starten ebenfalls etliche Wanderwege u.a. der Geologische Wanderweg "Auf den Spuren der Entstehung der Alpen". Eine Wanderung ist auch zum Bollenwees, ein Berggasthaus, direkt am Fählensee möglich. Allerdings auch nur bei schneefreien Wetter. Naja.. aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.